Idealhumanismus
Schriftwerke

Der Schläfer

Wo ist das Miteinander geblieben? Die Akzeptanz, dass jemand andere Ansichten hat als ich selbst und sich auch traut diese zu äußern? Wollen wir wirklich alle gleich sein, wie Maschinen programmiert auf das, was gerade am unauffälligsten erscheint? Oder wollen wir nicht jedem seine Vorstellung vom Leben gönnen, solange er nicht die unsere in Gefahr bringt?

Kriegsspiele

Je länger ich Politik und Medien beobachte, umso mehr kommt mir alles vor wie ein vorhersehbares, geplantes Spiel, selbst wenn dies unter den Umständen der weitreichenden Folgen für die Menschen makaber klingt.
Aber wenn Talkshows und Presseberichte kein Interesse an der fortlaufenden Entwicklung eines Themas bieten, sondern lediglich Methodik absehbarer Schritte, dann darf man sich zurecht als Opfer versuchter Manipulation betrachten.
Beängstigend wird eine solche Erkenntnis, wenn es sich wie aktuell im Ukrainekonflikt um Kriegsrhetorik handelt, bei der die jeweiligen zivilen Opfer früher oder später gegeneinander ausgespielt werden, im selben Maße, in welchem aktuell beide Seiten gegeneinander aufgehetzt werden.

Der trojanische Pfahl und die Demokratie

Zugegeben, ziemlich unauffällig haben sich bei mir in der Gegend einige Änderungen ergeben, und doch fallen sie vermehrt auf: Alle paar Meter stehen jetzt nicht unbedingt ästhetische 5G-Masten der Telekom.
Über 5G gab es zwar immer wieder abstruse Theorien in Bezug auf Corona, dennoch wurden die Bürger nicht wirklich davon in Kenntnis gesetzt, was 5G ist und warum dies unbedingt notwendig ist.

Höhlengleichnis 2.0

Was wäre, würden wir eines Tages die Realität, die echte Wahrheit erkennen? Würden wir sie als solche anerkennen, oder würden wir uns so sehr davor fürchten, dass wir wieder zurück in unsere dunkle Höhle kriechen und dort weiterhin auf Schatten an der Wand starren würden, welche wir bis zu diesem Zeitpunkt als Realität angenommen hatten?

Die alte Dorflinde

Immer wieder, wenn er morgens mit dem Fahrrad zum Bäcker fuhr, stach Max die alte Dorflinde ins Auge: obwohl sie vor vielen Jahrzehnten von einem Blitz gespalten wurde und innen hohl war, stand sie immer noch majestätisch in der Mitte des ruhigen Bauerndorfes.

Die Alten erzählten oft Geschichten, dass die Linde bereits im Mittelalter als Treffpunkt für die Dorfbewohner genutzt wurde und magische Kräfte hatte, aber das glaubte Max nicht wirklich. Auch wenn der dicke Baumstamm mit den langen Ästen irgendwie zum Verweilen einlud konnte er sich nicht vorstellen, dass ein so alter Baum verhext sein könnte.