Idealhumanismus
Ideale statt Ideologien

Ideale statt Ideologien

Statt vom Umfeld aufgedrückter Ideologien (‚Lebensschablonen‘) ist es die Aufgabe des Menschen seine eigenen Ideale zu finden und in Einklang mit seiner Umgebung zu bringen.

Die Suche nach den passenden Idealen ist in höchstem Maße identitätsstiftend, da dadurch die lebenswichtigen Fragen ‚Wer bin ich?‘ (persönliche Lebensfrage) und ‚Wer bin ich in meinem Umfeld‘ (gesellschaftliche Lebensfrage) beantwortet werden.        

Die Reflektion sowohl des eigenen Ichs als auch der gesellschaftlichen Rolle ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, welche den Menschen vom Tier unterscheidet und ihm seine besondere Rolle in dieser Welt zuweist. Jeder Mensch hat seine ganz bestimmten Vorstellungen vom Leben, dennoch wurde immer wieder in der Geschichte versucht Menschengruppen in Schubladen zu stecken – daraus entstanden Ideologien, welche eigentlich die Ideale eines Anderen als gesellschaftliches Trugbild konstruieren.

Eine Handlungsweise nach vorgegebenen Mustern (Ideologien) ist instinktiv und kann daher zwar in Einzelfällen intuitiv richtig sein, wird aber von der Vernunft nicht auf ganzheitliche Sinnhaftigkeit überprüft.

Zur Sinnfindung gehört auch das Erkennen und Akzeptieren der Ideale Anderer, da dadurch die Funktionsfähigkeit einer Gesellschaft sichergestellt wird. Sind fremde Motivationen bekannt können diese mit den eigenen Idealen ins Verhältnis gesetzt und daraus Möglichkeiten, Alternativen und Kompromisse gefunden werden. Diese Vorgehensweise findet sich bereits in der freien Wirtschaft, wo Vereinbarungen für bestimmte Willensäußerungen getroffen werden.